Der See-Container hat in den 1970er Jahren im Sturm den Transport von Waren auf See revolutioniert. Der Container ist aus der Transportwirtschaft nicht mehr wegzudenken, egal ob zu Wasser oder zu Land. Mittlerweile sieht man die eckig bunten Boxen vermehrt auch an Land, egal ob als Lagerbox, als Gastrostation auf Märkten und Festivals oder jetzt auch als ganzer Kinderspielplatz.
Das Konzept stammt von der im Jahr 2014 gegründeten Firma KuKuk Box GmbH mit Sitz in Stuttgart. Eine sehr clevere Idee, die Form, Funktion und Flexibilität miteinander kombiniert. Der reine Aufbau eines herkömmlichen Spielplatzes dauert im Schnitt 4-8 Wochen, ohne die vorgeschaltete Planungsphase. Die sogenannte „KuKuk Box“ kann innerhalb eines Tages spielfertig aufgebaut werden. Aber auch der Abbau ist bei Bedarf schnell erledigt, ein aufwendiger Rückbau wie bei klassischen Spielplätzen entfällt. Der Spielplatz kommt im Container, der Spielplatz ist der Container und kann auch wieder in den Container eingepackt und abtransportiert werden. Das bietet nicht nur enorme Vorteile, sondern auch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten, wenn z.B. Flächen nur temporär zur Verfügung stehen oder Spielkonzepte auf Zeit erprobt werden sollen.
Mit diesen Argumenten hat man auch in Hamburg im Jahr 2025 einen Anlauf unternommen die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Vor allem der stationäre Handel in den Innenstädten leidet bereits seit Jahren unter dem Zuwachs des Internethandels und sucht immer wieder nach neuen Ideen, die Menschen in die Stadt zu locken. Die Konkurrenz für die klassischen Läden der City kommt jedoch nicht nur vom Internethandel, auch neue Einkaufszentren mit überdachten wetterunabhängigen Raumwelten machen den Läden in den Einkaufstrßen der Innenstädte zu schaffen.
Wer kennt nicht die Situation beim Einkaufen mit kleinen Kindern: Nach einer Weile schrumpft die Lust mit den Eltern durch die Geschäfte zu streifen. Viel lieber wollen die Kleinen sich bewegen, toben und Spaß haben. Aber ein Spielplatz in einer Einkaufstraße, wo gibt es denn so etwas? Das gab es zumindest in diesem Sommer in der Hamburger Innenstadt beim Mönckebergbrunnen. Eine kleine aber sehr durchdachte Spieloase mit reichlich Möglichkeiten zum Klettern, Toben und Rutschen. Aber auch Jugendliche nutzten den neuen Ort mit seinen Sitzmöglichkeiten für eine kleine Verschnaufpause. Viele haben sich in diesem Jahr an dem Angebot erfreut. Lassen wir uns überraschen, ob es das Angebot auch im nächsten Jahr wieder geben wird, oder das Beispiel gar Schule macht und auch an anderen Stellen der Innenstadt zu sehen sein wird.