Das Jahr 2026 hat für die Hamburger und Hamburgerinnen mit einer Überraschung gestartet: In den ersten Wochen hat uns ein massiver Wintereinbruch erfasst! Bei eisigen Temperaturen und starken Schneefällen waren viele Menschen draußen zum Eislaufen, Schlittenfahren oder einfach um die schöne weiße Landschaft zu genießen. Doch die winterlichen Bedingungen haben nicht nur den Alltag der Einwohner und Einwohnerinnen auf den Kopf gestellt, sondern hatten auch spürbare Auswirkungen auf die Lieferketten und den bedeutendsten Hafen Deutschlands.
Es ereignete sich ein seltenes Naturschauspiel an der Elbe: nach dem anhaltenden Schneefall und dem Tage anhaltendem Dauerfrost bildeten sich meterhohe Eisberge, das Flusswasser ist bei den Minusgraden in Massen gefroren. Abgesehen vom Wasser sorgte der Schnee auch für Probleme an Land. Hafenterminals und Containerdepots mussten ihre Arbeit aus Sicherheitsgründen teilweise für Tage einstellen. Es gab nur stark reduzierte Kapazitäten für Container Anlieferungen und Abholungen, die Umschlagsprozesse waren massiv verlangsamt. Auf den Straßen war es auch nicht einfacher, diese waren mit einer weißen Schneeschicht überzogen und extrem glatt. Auch der Schienenverkehr war deutlich eingeschränkt.
Aus den Auswirkungen des Dauerfrostes resultierten die verzögerte Abfertigung von Importcontainern, Schiffe, die länger am Kai liegen sowie ausgelastete Lagerflächen. Manche Containerschiffe haben den Hamburger Hafen sogar gar nicht mehr angesteuert.
Die sonst zeitlich sehr getakteten Prozesse, wie die Abholung leer verschiffter Container am Terminal, mussten warten. Abgesehen von der verspäteten Verfügbarkeit, kann dies in einem schlechten Fall zusätzlich zu hohen Lagergeldern führen. Mit anderen Worten: der Transport und die Abfertigung von Containern standen in Hamburg Anfang Januar für einige Tage still.
Das Winterwetter hat großen Einfluss auf die Importlieferketten und kann wirtschaftliche Schäden durch Verzögerungen bedeuten. Auch wenn Hamburg historisch gesehen nur wenig extreme Winter gewohnt ist, müssen auch wir als zentraler Wirtschaftsstandort zukünftig auf klimatische Extremsituationen vorbereitet sein. Hierfür sind Prävention, wie die zeitige Kommunikation aller Wirtschaftsbeteiligter, und flexible Lösungen, wie Winterdienste, entscheidend.